Allgemeine Rahmenzuchtordnung des SRZ

Dachverband des United Kennel Clubs International UCI

 

 

Die natürliche und gesunde Vielseitigkeit der Hunde darf durch Übertreibung im anatomischen Bereich nicht beeinträchtigt werden. Durch planmäßige Züchtung werden im Laufe der Zeit die natürlichen Eigenschaften und Wesensmerkmale herausgebildet und gefestigt. Die Eigenschaften der Hunde sollten durch planmäßige Züchtung erhalten werden.

Diese Zuchtordnung ist für alle Züchter des SRZ.

 

§1 Standard

Die dieser Zuchtordnung zugrunde liegenden Rassestandards sind, international anerkannt, in der FCI/UCI festgelegt und für alle Züchter verbindlich.

Verstöße gegen die Zuchtordnung, sowie deren Nichteinhaltung führen zur Zuchtsperre auf Zeit oder Dauer; im Wiederholungsfall oder bei schwerwiegenden Fällen zum Ausschluss.

Jeder Züchter muss sich strengstens an das schweizerische Tierschutzgesetz halten!

 

§2 Hauptzuchtwart-Präsident

Der Präsident des SRZ gehört dem Vorstand des UCI  an und überwacht die ausgearbeitete Zuchtordnung. Er ist der UCI gegenüber jederzeit Rechenschaft schuldig. Er ist im Handelsregister eingetragen.

 

§3 Zuchtwarte

Die Zuchtwarte des SRZ sind verantwortlich für die Durchführung der vorliegenden Zuchtordnung in Zusammenarbeit mit den Züchtern.

Die getroffenen Entscheidungen sind von Bedeutung. Der Präsident ist neben dem/den Zuchtwarten  Berater der Züchter und Deckrüdenbesitzer. Er nimmt die anfallenden Würfe ab. Für diese Durchführung ist er allein verantwortlich. Gegen die Entscheidung des Zuchtwartes, ist nur beim Präsident Beschwerde einzureichen.

Ein Zuchtwart darf auf keinen Fall seine selbstgezogenen Würfe abnehmen.

 

§4 Zuchtrecht

Um das Zuchtrecht in Anspruch nehmen zu können ist die Mitgliedschaft im SRZ Voraussetzung.

Vor dem ersten Belegen einer Hündin muss ein Zwingername bei der Zuchtbuchstelle beantragt werden, der beim SRZ/UCI geschützt wird.

Jeder Züchter ist für seine Zucht verantwortlich; er muss über ausreichend kynologisches Wissen verfügen.

Es muss nach dem international gültigen Rassestandard gezüchtet werden.

 

§5 Zuchttauglichkeit

Im SRZ darf nur mit Hunden gezüchtet werden die nachweislich über eine Zuchterlaubnis verfügen. Ankörungen oder Zuchttauglichkeits Bescheinigungen von anderen Zuchtvereinen werden vom SRZ anerkannt!

Die Zuchttauglichkeit für seinen Hund erwirbt man bei einer Zuchttauglichkeitsprüfung, die ein anerkannter Tierarzt durchführt. Vom Zuchtbuchführer/in wird das Ergebnis der Zuchttauglichkeitsprüfung in die Ahnentafel eingetragen.

 

 

§6 Zuchtuntauglichkeit

Fehler,  die absolutes Zuchtverbot bedingen, sind folgende:

a)      Gebissfehler

b)      Rachitische Erscheinungen

c)      Über- oder Unterschreitung der festgelegten Körpermaße

d)      Kryptorchismus (Einhoder)

e)      Senkrücken, Karpfenrücken

f)        X- oder O- Beine, (rassebedingt)

g)      Patella (Kniegelenkluxation) rassebedingt

h)      HD (rassebedingt)

i)       Erkrankungen des Keilwirbels (rassebedingt)

 

Zusatz: HD-Auswertungen können durch einen Tierarzt eigener Wahl durchgeführt werden.  Der HD-Auswertungsbogen muß an die Zuchtbuchstelle des SRZ geschickt werden.

 

§7 Zuchtverwendung

Bei Rassen unter 45 cm können Rüden ab 12 Monaten und Hündinnen ab 15 Monaten bis zu 8 Jahren zur Zucht zugelassen werden.

Bei Rassen über 45 cm können Rüden ab 12* Monaten und Hündinnen ab 18 Monaten bis zu 8 Jahren zur Zucht zugelassen werden.

Bei Rüden gibt es keine Altersbegrenzung.

Folgebelegungen sowie Inzestverpaarungen dürfen nur mit Ausnahmegenehmigung erfolgen.

*Mit Absprache des Zuchtbuchamtes.

 

§9 Wurfmeldung

Der Züchter hat den erfolgten Wurf spätestens 3 Wochen nach der Geburt der Zuchtbuchstelle mittels Wurfmeldeformular zu melden um die Ahnentafeln zu beantragen.

 

§10 Wurfabnahme

Die Wurfabnahme wird in der 6. bis 8. Woche durchgeführt. Sie kann von einem Zuchtwart sowie von einem Tierarzt durchgeführt werden.

Erfolgt die Wurfabnahme bei einem Tierarzt ist diesem das Wurfmeldeformular vorzulegen. Dieser ist dann zusammen mit folgenden Unterlagen

a)      Kopie der Ahnentafel der Mutterhündin

b)      Kopie der Ahnentafel des Deckrüden

c)      Zuchttauglichkeitsbescheinigungen

d)      Bei Rassen über 45 cm, HD-Auswertungsergebnis

der Zuchtbuchstelle zur Ausstellung der Ahnentafeln einzureichen.

 

§11 Eintragung in das Zuchtbuch

Hunde können unter folgenden Bedingungen in das Zuchtbuch des SRZ/UCI eingetragen werden:

a)      Die Eltern besitzen eine Ahnentafel eines anerkannten Vereines.

b)      Beide Zuchtpartner sind zum Belegtag zuchttauglich.

c)      Der Wurf wurde nach Abnahme ordnungsgemäß mit allen Unterlagen der Zuchtbuchstelle gemeldet.

 

 

 

Der Deckschein sowie die Wurfmeldeformulare sind eine Urkunde im juristischen Sinne; der Züchter und Deckrüdenbesitzer sind für eine wahrheitsgemäße und lückenlose Eintragung verantwortlich. Falsche oder getäuschte sowie unterlassene Angaben werden strafrechtlich verfolgt.

 

Der SRZ behält sich vor, Eintragungen abzulehnen die gegen die Zuchtbestimmungen verstoßen.

 

§12 Deckrüden

Es ist jedem Deckrüdenbesitzer freigestellt,  seinen Deckrüden zum Decken frei zu geben, hierbei sollten aber nur zuchttaugliche und gesunde Hündinnen in Betracht gezogen werden.

 

§13 Decktaxe

Die Decktaxe sollte vorher abgesprochen und schriftlich festgehalten werden sowie nach vollzogenem Deckakt entrichtet werden.

Wenn keine Barzahlung sondern eine andere Vereinbarung getroffen wurde, ist dieses schriftlich festzulegen und gegenseitig zu bescheinigen, damit später unliebsame Auseinandersetzungen vermieden werden.

 

§14 Abgabe der Welpen

Die Welpen dürfen frühestens mit 10 Wochen abgegeben werden. Sie müssen geimpft und regelmäßig entwurmt sein. Vor der Abgabe müssen alle Welpen mit einem Microchip versehen werden.

 

 

Verstöße gegen diese Zuchtordnung werden mit Zuchtsperre oder  Ausschluß belegt.

Hierüber entscheidet der Vorstand.

 

SRZ-Schweiz  / UCI

Der Vorstand